Baumwollbinden doch nicht altmodisch?

Die Werbung lehrt uns schon über Jahrzehnte, dass Wegfwerfprodukte praktischer, hygienischer und rundum besser seien. In erster Linie sind sie vor allem ein lukratives Geschäft für die Hersteller, da Frau jeden Monat auf ihren teuren Vorrat angewiesen ist. Eine Frau verbaucht in ihrem Leben rund 17.000 Binden bzw. Tampons, die dann so auf dem Müll landen.

 

Baumwollbinden bzw. -slipeinlagen sind eine gesunde Alternative dazu. Ganz leicht ist es allerdings nicht, die Frauen von dieser Möglichkeit zui überzeugen. Die Vorbehalte reichen von "Die stinken doch" oder "Das ist ja unhygienisch" bis hinzu "Die sind unpraktisch, altmodisch und ich kann sie nicht imit meiner normalen Wäsche waschen."

 

Menstruationsblut einer gesunden Frau riecht erst dann unangenehm, wenn es mit synthetischen Materialien in Berührung kommt und wenn es von der Luft abgeschlossen ist.

 

Baumwollbinden haben eine hohen Tragekomfort und sind sehr angenehm. Es kommt zu keinem Hitzestau; da diese Binden atmungsaktiv sind, entwickeln sich auch nicht die unangenehmen Gerüche, die man von den synthethischen Wegwerfartikeln gewohnt ist. Die Atmungsaktivität der Binden ist wichtig, damit keine Pilzerkrankungen oder eine ausgetrocknete Scheidenflora (durch stark absorbierende Tampons, oder die falsche Anwendung von Tampons), entstehen können.

 

 

Falsche Anwendung von Tampons kann Scheidenflora schaden

Der Griff zu Binden wird immer seltener. Einige FrauenärztInnen sehen diese Entwicklung kritisch.

 

Vaginaltampons stehen im Verdacht, die natürliche Scheidenflora so zu schädigen, dass eine verminderte Abwehrfähigkeit in diesem sensiblen Bereich besteht. Aber auch gewisse Bestandteile von Einwegbinden- und Slipeinlagen schaffen unter Umständen die Grundlage für die Vermehrung von Krankheitserregern. Bei minimaler Blutung oder bei verstärktem Ausfluß angewendet, trocknet das Tampon die Scheide aus. Die Folge: Es fehlt an Vaginalflüssigkeit, die für ein gesundes Gleichgewicht sorgt. Keime und Bakterien der Vulva, des Dammes und der Analgegend können einwandern. Die durch Tampons zu trocken gewordene und gereizte Vaginalhaut reagiert mit verstärkter Flüssigkeitsbildung, der Säurewert verändert sich ungünstig.

 

Frauen, die immer wieder Probleme mit ihrer Scheidenflora haben sollten auf desodorierende Seifen, Lotionen, Sprays und Synthetikunterwäsche verzichten. Als alternativer Monatsschutz können Menstruationstassen und/oder Stoffbinden- und Slipeinlagen verwendet werden. 

 

 

 Quelle: www.lunasecologicas.org

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